Über mich
Als ich 1979 in Mecklenburg-Vorpommern geboren wurde, gab es Schnee – sehr viel Schnee. Der Winter ging in die Geschichte als die große Schneekatastrophe ein. Das Krankenhaus war mehr als 20 Kilometer vom Wohnort meiner Eltern entfernt. Ich war das erste Kind, 2 Brüder sollten im Abstand von 2,5 und fast 11 Jahren folgen.
In der Grundschule übernahm ich schnell Verantwortung. Bereits in der 1. Klasse wurde ich Gruppenratsvorsitzende. Zur Wiedervereinigung war ich fast 12 Jahre alt. Ab der 7. Klasse besuchte ich den sprachlichen Zweig an der Thomasschule zu Leipzig und bis zum Abitur im Jahr 1997.
Bereits in der 10. Klasse war für mich klar, ich wollte studieren. Mir war Gerechtigkeit immer wichtig. Daher entschied ich mich für das Jurastudium an der Universität Leipzig. Für meinen Lebensunterhalt arbeitete ich in einem Taschenladen. Noch heute habe ich eine Schwäche für Handtaschen.
Während des Jurastudiums stellte ich fest, dass mein größtes Interesse im öffentlichen Recht liegt. Das sich anschließende Rechtsreferendariat gestaltete ich so interessant wie möglich. Ich ging für ein Aufbaustudium an die Verwaltungshochschule in Speyer und für einen Auslandsaufenthalt an das Trinity College in Dublin/Irland. Hier komme ich das erste Mal mit einer Lehrtätigkeit in Berührung und stellte fest, dass es mir großen Spaß macht, anderen etwas beizubringen.
Während des Referendariats hatte ich Gelegenheit mich für das Zeugentelefon zu engagieren. Menschen, die als Zeuge oder Zeugin vor Gericht geladen waren, konnten hier ihre Fragen stellen und Information erhalten. Schnell merkte ich, wieviel Unsicherheit hier herrschte. Das war der Grund, aus dem ich mich im Jahr 2011 für ein ehrenamtliche Mitarbeit beim Weißen Ring entschied. Als aktives Mitglied unterstütze ich von Straftaten betroffene Menschen durch Beratung und Begleitung.
2005 fand ich den beruflichen Einstieg nach dem Rechtsreferendariat bei der Bundesagentur für Arbeit. Zum 01.01.2005 trat das Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt, besser bekannt als Hartz 4, als Teil der Agenda 2010 unter Gerhard Schröder in Kraft. Dies bedeutete einen hohen Personalbedarf in der Arbeitsverwaltung und für mich einen Umzug in die Hansestadt Lübeck.
Mein nächster Umzug ergab sich in 2008, da ich meine erste Führungsposition beim Landkreis Holzminden in der damaligen Arbeitsgemeinschaft zur Arbeitsvermittlung (heute Jobcenter) annahm. In 2010 wechselte ich in die Kreisverwaltung und übernahm verschiedene Führungsaufgaben bis ich schließlich zuletzt das Dezernat Ordnung und Eigenbetriebe mit mehr als 100 Mitarbeitenden leitete. In dieser Zeit sammelte ich sehr viel Verwaltungserfahrung. Ich war verantwortlich für Aufgaben wie die Kreisfeuerwehr, den Katastrophenschutz, die Abfallwirtschaft oder die Kreisvolkshochschule. Zu den größten beruflichen Herausforderungen zählte die Flüchtlingswelle im Jahr 2015 und die Corona-Pandemie mit Impfzentrum und Krisenstab.
Ich entwickelte eine große Leidenschaft für das Verwaltungsrecht. Aus diesem Grund bin ich seit 2013 nebenberuflich als Dozentin für Allgemeines Verwaltungs- und Ordnungsrecht bei der INN-tegrativ gGmbH Niedersächsische Berufsförderungswerke in Bad Pyrmont tätig. Hier kann ich meine berufliche Praxis mit viel Spaß an der Sache in den Unterricht einbringen.
2019 entschied ich mich in die SPD einzutreten. Ich habe in meiner Kindheit erlebt, wie es ist, nicht frei wählen zu können, den eigenen Beruf nicht frei wählen oder die eigene Religion nicht frei ausüben zu dürfen. Dies hat mich geprägt. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Demokratie die Staatsform ist, von der die meisten Menschen profitieren und nicht nur einzelne Personen oder Gruppen. Daher ist es für mich eines der wichtigsten Anliegen, unsere demokratischen Grundwerte in unserer Gesellschaft zu vertreten.
Privat liebe ich es in meinem Garten zu arbeiten. Besonders gern widme ich mich meinen Tomaten. Yoga dient der Gesunderhaltung. Meine beiden Kater sagen mir genau, was ich zu tun und zu lassen habe. Und mit meinen Ehrenämtern beim Weißen Ring und in der SPD sind die Tage gut gefüllt.
Als ich gefragt wurde, ob ich mir eine Kandidatur als Bürgermeisterin für den Flecken Aerzen vorstellen könne, musste ich nicht lange nachdenken. Schnell stellte ich fest, das möchte ich machen, da habe ich Lust drauf, das kann ich. Auf die Herausforderung freue ich mich. Spannend finde ich viele neue Menschen und die Ortschaften kennenzulernen, mir Dinge zeigen und erklären zu lassen. Immer wieder etwas Neues kennenzulernen, interessiert mich. Ich möchte mit vielen Personen ins Gespräch kommen um zu hören, welche Themen gerade wichtig sind und welche Art der Unterstützung gesucht wird. Mit vollem Einsatz möchte ich Dinge voranbringen und Herausforderungen meistern, Menschen zusammenbringen und gemeinsam gefundene Lösungen umsetzen.